Initiative ELEKTRO+

10.10.2017

Elektroausstattung in Mietwohnungen oft unzureichend

Initiative ELEKTRO+ empfiehlt Modernisierung der elektrischen Anlage für mehr Sicherheit und Komfort.

In Deutschland sind rund zwei Drittel aller Wohngebäude älter als 35 Jahre. Damit einher geht in vielen Fällen auch eine nach heutigen Maßstäben veraltete Elektroinstallation. Mieter haben dabei das Nachsehen: Die Studie „Zustandserhebung elektrischer Anlagen für Gebäude“ des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. (ZVEI) zeigt, dass der Zustand der elektrischen Anlage in Mietwohnungen im Vergleich zu Eigentum wesentlich schlechter ist. So wurden in knapp 50 Prozent der Mietwohnungen, die älter als 35 Jahre alt sind, die Elektroleitungen noch nicht saniert. Dies spiegelt sich auch in den in der Studie zusammengetragenen Aussagen der Mieter wider. Sie sind im Vergleich zu Eigentümern deutlich unzufriedener mit der elektrischen Installation ihrer gemieteten Wohnung. So lässt beispielsweise die Anzahl der Steckdosen mehr als zu wünschen übrig; gut 70 Prozent der Gebäude, die vor 2006 entstanden sind, erfüllen diesbezüglich nicht die geforderten Mindestanforderungen. „Mieter verfügen im Wohnzimmer im Durchschnitt nur über fünf Steckdosen – viel zu wenig, um den Ansprüchen der Bewohner und der heutigen Vielzahl an Elektrogeräten im Haushalt gerecht zu werden“, erklärt Ullrich Fichtner, Experte der Initiative ELEKTRO+. Neben dem Komfort mangelt es in vielen Mietobjekten auch an wichtigen Sicherheitseinrichtungen, wie FI-Schutzschaltern oder auch sachgerechtem Blitz- und Überspannungsschutz. „Viele Eigentümer unterschätzen die möglichen Folgen“, macht Fichtner deutlich. „Schließlich gehen rund 15 Prozent aller Wohnungsbrände in Deutschland auf marode und überlastete Elektroleitungen zurück.“

Elektroinstallation modernisieren und Zukunftsfähigkeit gewährleisten

Um Gefahrenquellen aufzudecken, sollten Eigentümer und Vermieter die elektrische Anlage in regelmäßigen Abständen von einem qualifizierten Elektrofachmann überprüfen lassen. Der Experte weiß nicht nur, welche Komponenten für den sicheren Betrieb der Anlage nachgerüstet werden müssen, er berät auch umfassend zu den vielfältigen Möglichkeiten einer zeitgemäßen Elektroinstallation. Von einer Modernisierung können Vermieter gleich mehrfach profitieren. Denn neben dem Plus an Sicherheit und Komfort ist eine moderne elektrische Ausstattung auch die Grundlage für den Einsatz von modernen Technologien wie etwa einer Smart-HomeVernetzung. Auch die Themen altersgerechte Assistenzsysteme sowie E-Mobilität werden zukünftig eine wichtige Rolle auf dem Wohnungsmarkt spielen. Auch hierfür sollte man im Zuge einer Modernisierung bereits die nötigen Voraussetzungen schaffen und beispielsweise zusätzliche Zählerplätze und Elektroinstallationsrohre installieren. So ist man für die Zukunft gerüstet, steigert den Wert der Immobilie und kann letztlich Leerstand vermeiden.

RAL-Ausstattungswerte geben Orientierung

Entscheiden sich Eigentümer für die Modernisierung der Elektroinstallation in ihren Wohngebäuden, steht am Anfang eine sorgfältige Planung der neuen Anlage. ELEKTRO+ empfiehlt, sich dafür an den Ausstattungswerten nach RAL-RG 678 zu orientieren. Sie geben Auskunft darüber, wie viele Steckdosen, Beleuchtungs- und Kommunikationsanschlüsse für die einzelnen Räume eines Hauses oder einer Wohnung sinnvoll sind – von der Mindest- bis zur Komfortausstattung. Die sogenannten „plus“-Ausstattungswerte beinhalten zusätzlich zu der konventionellen Elektroinstallation auch Empfehlungen für die intelligente Smart-Home-Vernetzung.

Vertiefende Informationen zum Thema Installationssanierung bei Altbauten finden Interessierte in der Broschüre „Modernisierungsratgeber“ der Initiative ELEKTRO+. Diese steht auf der Website der Initiative zum kostenlosen Download bereit: www.elektro-plus.com

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