Im Vergleich zu Wasser oder Gas kann man Strom weder sehen noch riechen. Und während ein defektes Wasserrohr umgehend repariert wird, ist eine blankgescheuerte Stromleitung oft noch Monate im Einsatz, obwohl die Gefahren wesentlich größer sind. Bereits Spannungen ab 50 V und Stromstärken ab 50 mA können tödlich sein. Welche Gefahren Spannungen von 230 V und Stromstärken von 10 A bis 32 A bedeuten, kann man sich vorstellen.
Doch es ist nicht unbedingt Nachlässigkeit, die das Risiko des Stromschlags in sich birgt. Auch in einem elektrischen Gerät oder an einem Stecker kann es zu einer Beschädigung der Isolation kommen. Dieser Gefährdung geht man durch die Verwendung von Fehlerstromschutzschaltern (FI) aus dem Weg. Der Einsatz des FI ist in besonders gefährdeten Bereichen wie Badezimmer oder Garten sowie in allen Stromkreisen mit Steckdosen vorgeschrieben und natürlich auch die Steckdosen in Kinderzimmern müssen mit diesen kleinen "Lebensrettern" abgesichert sein.
Das Treppengeländer ist Pflicht. Bei kleinen Kindern wird auch die Treppe selber gesichert. Aber was ist mit der Steckdose oder der defekten Leitung der Kinderbettlampe? Wenn es um Kinder und Strom geht, geht jeder auf Nummer Sicher.
Deshalb ist der zusätzliche Schutz durch FI- Schalter für Steckdosen in Kinderzimmern und in allen anderen Wohnräume vorgeschrieben. Eine Kindersteckdose unterbindet den Forscherdrang zur Untersuchung der interessanten Öffnungen der Steckdose und ein Fehlerstromschutzschalter verhindert, dass lebensgefährliche Ströme entstehen.