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Mit dem Jahr 2026 treten Neuerungen rund um die Elektroinstallation in Wohngebäuden in Kraft. Nicht alles ist verpflichtend, vieles aber sinnvoll – vor allem in puncto Sicherheit und Zukunftsfähigkeit. Wir zeigen, welche Änderungen für Haus- und Wohnungsbesitzer relevant sind und wann Sie einen Elektrofachbetrieb hinzuziehen sollten.
Der gesetzliche Smart-Meter-Rollout läuft seit Anfang 2025. Betroffen sind vor allem Haushalte mit einem hohen Stromverbrauch (über 6.000 Kilowattstunden pro Jahr) sowie Betreiber von Photovoltaikanlagen ab 7 Kilowatt Leistung. Auch Wärmepumpen und Wallboxen zählen zu den sogenannten steuerbaren Verbrauchseinrichtungen und fallen unter die neuen Regelungen. Der Einbau erfolgt durch den zuständigen Messstellenbetreiber (meist der Netzbetreiber oder ein beauftragtes Unternehmen). Für die betroffenen Haushalte ist der Einbau grundsätzlich vorgesehen und kann nicht dauerhaft abgelehnt werden, erfolgt aber schrittweise nach einem gesetzlich festgelegten Rollout-Plan. Intelligente Stromzähler erfassen den Stromverbrauch automatisch und ermöglichen künftig dynamische Stromtarife, bei denen Strom zu günstigen Zeiten genutzt werden kann. Die jährlichen Kosten für Betrieb und Messung sind gesetzlich gedeckelt und liegen – je nach Fall – bei etwa 30 bis 40 Euro. Unser Tipp: Wer eine Photovoltaikanlage, Wärmepumpe oder Wallbox plant, sollte frühzeitig mit einem Elektrofachbetrieb klären, ob der vorhandene Zählerschrank bereits Smart-Meter-tauglich ist oder angepasst werden muss.
Für sogenannte Balkonkraftwerke – kleine steckbare Photovoltaikanlagen – gibt es seit Ende 2025 erstmals eine einheitliche technische Produktnorm. Diese schafft Klarheit für Hersteller, Installateure und Verbraucher. Demnach ist der Anschluss über einen herkömmlichen Schuko-Stecker offiziell zulässig, solange die Modulleistung 960 Watt nicht überschreitet. Bei höheren Leistungen sind entweder spezielle Energiesteckvorrichtungen (z. B. Wieland-Stecker) oder der Anschluss durch einen Fachbetrieb erforderlich. Wichtig: Es handelt sich hierbei um technische Normen, nicht um neue Gesetze. Dennoch geben sie vor, wie Geräte sicher betrieben werden dürfen. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass das Balkonkraftwerk nach der aktuellen Norm zertifiziert ist. Für 2026 wird außerdem eine eigene Norm für Steckerspeicher (Batterien für Balkonkraftwerke) erwartet.
Seit Juni 2025 gilt eine überarbeitete Fassung der DIN VDE 0100-701, der maßgeblichen Norm für Elektroinstallationen in Badezimmern. Ziel ist ein noch besserer Schutz vor Stromunfällen in Feuchträumen. Neu ist unter anderem, dass Fehlerstrom-Schutzschalter (FI- bzw. RCD-Schalter) nun für alle Stromkreise im Bad vorgeschrieben sind. Für bestehende Anlagen gilt eine Übergangsfrist bis Dezember 2027. Was das bedeutet:
Bei einer Badsanierung oder wesentlichen Änderung ab 2026 müssen die neuen Anforderungen eingehalten werden. Ein Elektrofachbetrieb plant die Installation normgerecht und sorgt dafür, dass alle Schutzbereiche korrekt berücksichtigt werden.
In vielen Altbauten gilt weiterhin Bestandsschutz – allerdings nur, solange an der Elektroanlage nichts verändert wird. Sobald neue Stromkreise, Steckdosen oder größere Verbraucher hinzukommen, müssen die betroffenen Bereiche auf den aktuellen Sicherheitsstandard gebracht werden. Unabhängig von einer Pflicht empfehlen Fachleute die Nachrüstung von FI-Schaltern dringend: Sie können lebensgefährliche Stromunfälle verhindern, indem sie den Strom bei Fehlerströmen in Sekundenbruchteilen abschalten. Die Kosten für eine Nachrüstung liegen – je nach FI-Modell und Zustand der Anlage –zwischen 100 und 300 Euro für Material und Arbeitskosten. In der Regel ist der Einbau innerhalb kurzer Zeit erledigt.
Die Neuerungen ab 2026 zielen vor allem auf mehr Sicherheit, Digitalisierung und Zukunftsfähigkeit der Elektroinstallation. Ob Smart Meter, Badmodernisierung oder Balkonkraftwerk – viele Themen erfordern Fachwissen und eine saubere Planung. Unser Rat: Lassen Sie sich frühzeitig von einem qualifizierten Elektrofachbetrieb beraten. So profitieren Sie von aktuellen Standards und vermeiden spätere Nachrüstkosten. Nutzen Sie unsere Fachbetriebssuche:
https://www.zveh.de/fachbetriebssuche.html
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