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Fachgerechte Verlegung von Leerrohren

Betoninstallation

Leerrohre in Wohn- und Industriegebäuden schützen empfindliche Strom- und Datenleitungen und schaffen gleichzeitig eine zukunftssichere Elektroinstallation: Um eine flexible, individuell nutzbare Infrastruktur aufzubauen, sollten Bauherren von Anfang an geeignete Leerrohre einplanen. Für die Betoninstallation schreibt die Norm VDE 0100–520 Rohre mit mittlerer Druckfestigkeit (750 N) vor und fordert zudem bestimmte Eigenschaften bei Schlagfestigkeit sowie minimaler und maximaler Gebrauchstemperatur.

Besonders wichtig ist die fünfte Ziffer des Klassifizierungscodes nach DIN EN 61386–1, die das Biegeverhalten abbildet. Soll vermieden werden, dass Rohre dem Druck des Betons nachgeben, muss hier die Ziffer 2 für „biegsame“ Rohre stehen. „Biegsam, sich selbst zurückbildende Rohre“, die mit der Ziffer 3 gekennzeichnet sind, sind dagegen für die Betoninstallation ungeeignet. Denn derartige Rohrtypen dürfen sich bei Belastung normativ bis zu 50 Prozent verformen.

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Bildstrecke Betoninstallation, © Kaiser

Ein biegsames Rohr mit einer hochgleitfähigen Innenschicht ist dagegen tritt- sowie rüttelfest und weist lediglich eine normative Verformung von maximal 25 Prozent auf. Damit ist das Betonrohr auch für die rauen Bedingungen auf Baustellen und für die spätere Nachrüstung der Elektroleitungen geeignet. Durch die starke Verformung der biegsam, sich selbst zurückbildenden Rohre ist es schwierig, oft sogar unmöglich, Leitungen einzuziehen. Dagegen geht die Leerrohr-Installation bei Betonrohren rasch und einfach von der Hand. Das nicht flammenausbreitende Rohr hat eine mittlere Schlag- und Druckfestigkeit. Der Gebrauchstemperatur-Bereich liegt zwischen –25 und +60 °C und deckt damit den größten Teil der Anwendungen ab. Dank der hochgleitfähigen Innenschicht des Wellrohrs können Leitungen problemlos auch über längere Strecken eingezogen werden. Eine speziell gestaltete Außenhaut verhindert zu kleine Biegeradien, sodass die hervorragenden Einzugseigenschaften des Elektroinstallationsrohrs auch bei mehreren Biegungen voll ausgenutzt werden können.

Auch bei der Montage überzeugt das biegsame Betonrohr: Nach dem Abrollen legt sich das Rohr gerade aus und schnallt nicht zurück. So kann ein einzelner Handwerker das Rohr in größeren Abständen mit Stahldraht an der Bewehrung fixieren. Das spart Zeit und Kosten: Weniger Befestigungspunkte, weniger Arbeitskräfte, einfacher Einzug der Leitungen und hohe Sicherheit sind Argumente für ein geeignetes Betonrohr.

Bei längeren Rohrstrecken über 25 m oder bei mehr als 2 Richtungsänderungen und max. 15 m Länge zwischen den Zugangspunkten sind zudem Zugkästen erforderlich. Sie erleichtern das Durchziehen und die Nachbelegung von Leitungen.

Aufputzinstallation

Bei der Aufputzinstallation werden Kabel, Leitungen und Rohre wegen der einfachen Montage direkt auf dem Putz oder mit Abstandsschellen über dem Putz verlegt. Die Leitungsverlegung erfolgt Aufputz in Kabelkanälen oder in starren Installationsrohren.

Die klassische Aufputzinstallation mittels Stangenrohren (Kunststoff- oder Metall-Rohr) muss mit Produkten aus nicht flammenausbreitenden Materialien installiert werden. Die Stangenrohre aus Kunststoff gibt es in halogenfreier und UV-stabilisierter Ausführung. Verwendet werden die Rohre u. a. zur Sanierung, zur Renovierung und zur Modernisierung.

Kunststoffrohre werden für unterschiedliche Installationen und Anwendungen im Freien und in der Industrie eingesetzt. Haupteinsatzgebiete sind Versorgungsleitungen im Bereich Solar-, SAT- und Photovoltaikanlagen.

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Bildstrecke Auf- und Unterputzinstallation, © FRÄNKISCHE Rohrwerke

Unterputzinstallation – Installation im massiven Mauerwerk

Eine Unterputz-Elektroinstallation /-Leitungsverlegung muss in vielen europäischen Ländern im Elektroinstallationsrohr ausgeführt werden.

Natürlich sollte man dabei nicht nur auf die mechanischen Eigenschaften Rücksicht nehmen, sondern vor allem auf die Austauschbarkeit und die Erweiterbarkeit der eingebrachten Leitungen oder Kabel achten. Vorteile bringen hier Elektroinstallationsrohre mit leichter Druckfestigkeit nach DIN EN 61386–1.

Hohlwandinstallation

Sowohl für die Hohlwandinstallation als auch für die Unterputzinstallation sieht die DIN VDE 0100–520 ein leichtes Rohr vor. Die bessere Eigensteifigkeit von mittleren Rohren bringt gerade für die Verlegung in der Hohlwand einen praktischen Vorteil. In Verbindung mit der Eigensteifigkeit des gewellten Rohres und der Rohrrückhaltung von Elektroinstallationsdosen wird so die Durchgängigkeit der Leerverrohrung sichergestellt, auch bei Belastung von Dämmmaterialien aus dem Hohlraum heraus.

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Bildstrecke Hohlwandinstallation, © Kaiser

Installation in oder an der Fassade

Bei der Elektroinstallation in der Fassade ist eine Installation mit Leerrohren wichtig. So bleiben z. B. Leitungen austauschbar oder erweiterbar, wenn im Nachhinein zum Beispiel die Türkommunikation verändert wird.

Aber auch im Gebäudebestand kann über die geschickte Leerrohrverlegung die Infrastruktur im Hinblick auf die Elektroinstallation und die Installation für die Kommunikation (IuK, RuK) ertüchtigt werden. So lässt sich im Rahmen der energetischen Sanierung (Dämmung) mit wenigen Handgriffen und Arbeitsschritten die Installation entsprechend den Anforderungen ertüchtigen.

Sowohl für die entsprechenden Leerrohrsysteme und deren Befestigung als auch für die Befestigung an der Fassade ist es wichtig, die Luftdichtheit und Wärmebrückenfreiheit zu bewahren. Entsprechende Prüfnachweise für die Produkte dokumentieren die Eignung für die energetische Sanierung.

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Bildstrecke Installation in oder an der Fassade, © ELEKTRO+

Bauphysikalische Aspekte bei der Installation mit Elektroinstallationsrohren

Im Hinblick auf die Installation mit Leerrohren sind auch die Anforderungen zum Brandschutz, zum Schallschutz und zur Luftdichtheit sowie Wärmebrückenfreiheit zu beachten.

Für die Installation in Raumbegrenzungsflächen mit Brandschutz- und Schallschutzanforderungen sind auf der einen Seite entsprechende Elektroinstallationsdosen bzw. Gehäuse für die Verbraucher vorzusehen. Auf der anderen Seite müssen die Rohrenden der Elektroinstallationsrohre mit entsprechenden Dichtstopfen brandund schallschutztechnisch verschlossen werden.

Bei der Durchführung einzelner Adern ist zu vermeiden, dass es zu einer Zwickelbildung (Hohlräume) zwischen diesen kommen kann.

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Bildstrecke Bauphysikalische Aspekte bei der Installation mit Elektroinstallationsrohren, © ELEKTRO+

Gleiches gilt für die luftdichte- und wärme brückenfreie Elektroinstallation, wie sie in der DIN 18015–5 geregelt ist. In Außenwänden oder nahe diesen müssen neben der Verwendung luftdichter und wärmebrückenfreier Elektroinstallationsprodukte (z. B. Elektroinstallationsdosen, -gehäuse, Luftdichtungsmanschetten, Geräteträger) die Rohrenden so verschlossen werden, dass ein Luftaustausch durch das Installationsrohr verhindert wird.

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Gehäusesysteme z. B. für Leuchten oder Lautsprecher mit werkzeugloser Kombieinführung und integriertem Rohrrückhalt sorgen für die Durchgängigkeit des Leerrohrsystems

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Elektroinstallationsrohre für die Betoninstallation trittfest und auch bei Belastung gut drauf.

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Elektroinstallationsrohre für die Betoninstallation lassen sich problemlos gerade ausrollen.

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Zugkästen ermöglichen das Nachziehen bzw. Nachbelegen von Leitungen bzw. Rohren zu jeder Zeit – auch bei nachträglichen Veränderungen.

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Auf- und Unterputzinstallation

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Leerrohrinstallation im Mauerwerk.

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Installationsrohrsysteme für die Aufputzinstallation.

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Hohlwandinstallation

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Herkömmliche Elektroinstallation (ohne Anforderungen an die Luftdichtheit)

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Herkömmliche Elektroinstallation (ohne Anforderungen an die Luftdichtheit)

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Luftdichte Elektroinstallation in der Leichtbauweise.

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Luftdichte Elektroinstallation in der Leichtbauweise.

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Luftdichte Elektroinstallation in der Leichtbauweise.

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Luftdichte Elektroinstallation in der Leichtbauweise.

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Installation in oder an der Fassade

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Geräteträger für die wärmebrückenfreie Elektroinstallation in oder an gedämmten Fassaden.

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Geräteträger für die wärmebrückenfreie Elektroinstallation in oder an gedämmten Fassaden.

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Nachrüstung der Elektroinfrastruktur bei Dämmarbeiten im Baubestand.

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Nachrüstung der Elektroinfrastruktur bei Dämmarbeiten im Baubestand.

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Bauphysikalische Aspekte bei der Installation mit Elektroinstallationsrohren

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Brandschutztechnische Abdichtung von Elektroinstallationsrohren in Brandschutz-Electronic-Dosen und bei Durchführungen durch Brandschutzwände.

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Brandschutztechnische Abdichtung von Elektroinstallationsrohren in Brandschutz-Electronic-Dosen und bei Durchführungen durch Brandschutzwände.

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Luftdichte Unterputz- und Hohlwanddosen mit Abdichtung der Elektroinstallationsrohre für die luftdichte Elektroinstallation.

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Luftdichte Unterputz- und Hohlwanddosen mit Abdichtung der Elektroinstallationsrohre für die luftdichte Elektroinstallation.

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Luftdichte Unterputz- und Hohlwanddosen mit Abdichtung der Elektroinstallationsrohre für die luftdichte Elektroinstallation.

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Schallschutztechnische Abdichtung von Elektroinstallationsrohren in Schallschutzdosen.

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Schallschutztechnische Abdichtung von Elektroinstallationsrohren in Schallschutzdosen.

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