© wavebreakmedia - shutterstock.com, Hager

Tipps zur Elektroinstallation

An dieser Stelle geben wir Ihnen Tipps für eine sichere, funktionale, komfortable und das Energiesparen unterstützende Elektroinstallation – kurz: für eine gute Elektroinstallation. Diese können Sie im Gespräch mit dem Architekten, dem Elektriker oder der Baufirma benutzen. Weiterführende Informationen finden Sie in der Broschüre „Tipps für gute Elektroinstallationen“, die Sie auf dieser Seite herunterladen können.

  • Legen Sie den Platz für die Hausanschlüsse (Hausanschlusswand oder –nische) rechtzeitig und gemeinsam mit Ihren örtlichen Versorgern für Strom, Telefon, Gas, Wasser und Fernwärme fest.
  • Achten Sie darauf, dass im Zählerschrank ein sogenanntes „Kommunikationsfeld“ vorhanden ist, damit Sie auch auf künftige Technik vorbereitet sind.
  • Planen Sie einen Reserveplatz für einen zusätzlichen Zähler ein, um z. B. problemlos auch nachträglich eine Einliegerwohnung einrichten zu können.
  • Die Elektroverteilung ist innerhalb der Wohnung am besten im Flur anzuordnen. Im Einfamilienhaus ist der Einsatz von weiteren Unterverteilungen in den jeweiligen Stockwerken zu empfehlen. Unnötig lange Leitungswege werden hierdurch vermieden. Die Elektroverteilung muss über mindestens vier Sicherungsreihen verfügen.
  • Verlangen Sie Reserveplatz von ca. 30 % in den Elektroverteilungen, damit Erweiterungen der elektrischen Anlage problemlos möglich sind.
  • Lassen Sie genügend Steckdosen, Schalter und Lampenanschlüsse einplanen, damit jeder Raum nach Ihren Wünschen optimal auch für die Zukunft ausgestattet ist. Es empfiehlt, sich an jedem Wandabschnitt des Raumes mindestens eine Doppelsteckdose einzuplanen. Dies verhindert später Stolperstellen durch Verlängerungsleitungen.
  • Geben Sie Ihrem Architekten oder Elektriker am besten schriftlich den gewünschten Ausstattungswert für Ihre Elektroanlage nach RAL-RG 678 vor. Mit diesem Ausstattungswert legen Sie Ihren persönlichen Anspruch an die Elektroinstallation fest und Sie können die Angebote verschiedener Firmen vergleichen. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, empfiehlt die Initiative ELEKTRO+ mindestens den Ausstattungswert 2 zu wählen.
  • Bedenken Sie, dass beim Nachrüsten die Schalter, Steckdosen und Lampenanschlüsse fünfmal teurer sind, als beim sofortigen Einbau.
  • Planen Sie genügend Stromkreise ein, damit Ihre Elektroanlage auch zukünftig nicht überlastet wird. Es empfiehlt sich pro Raum mindestens einen Stromkreis für Steckdosen und einen für Beleuchtung vorzusehen. Hinzu kommen besondere Stromkreise für einzelne Geräte, die viel Strom verbrauchen (z. B. Elektroherd, Waschmaschine u. a.). Die Zahl der notwendigen Stromkreise legen Sie auch mit dem entsprechenden Ausstattungswert fest.
  • Bei Verlegung von Elektroinstallationsrohren in die Wände können ohne Stemmarbeiten auch nachträglich Leitungen ausgewechselt oder nachverlegt werden.
  • Solche Rohre sind auch für Antennen-, Telefon-, Internet-, Netzwerk- und Lautsprecherleitungen sinnvoll. So können Ihre Kabel günstig und einfach an zukünftige technische Entwicklungen angepasst werden. Vor allem Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer sowie das Büro und der Hausarbeitsraum sollten für die Zukunft gerüstet sein.
  • Wenn Ihr Budget nicht für alle Wünsche reicht, gibt es eine Lösung: Lassen Sie Elektroinstallationsrohre und Unterputzdosen einbauen, auch wenn diese zunächst nicht genutzt werden. Sie ersparen sich damit erheblichen Aufwand, z. B. für folgende Nachrüstungen:
    • Jalousie- bzw. Rollladenautomatik an den Fenstern,
    • Außenüberwachung der Eingangs- und Gartenseite mit Kameras oder Bewegungsmeldern,
    • automatische Beleuchtungssteuerung drinnen und draußen,
    • programmierbare Decken- und Wandbeleuchtungen für eine Vielfalt an geschmackvollen und behaglichen Lichtszenen sowie
    • besonderer Hygienekomfort im WC durch Warmwasser und Warmluft.
E | Handwerk

Fachbetriebssuche

Alle Fachbetriebe in einer Suche vereint! Suchen Sie jetzt einen qualifizierten Innungsfachbetrieb in Ihrer Nähe ...

Zur Suche