Smart Home planen
Bei der Planung von Smart Home-Systemen sollten gewünschte Funktionalitäten (Energieeffizienz, Sicherheit, Komfort) frühzeitig festgelegt werden. Nachträgliche Erweiterungen sind gerade bei leitungsgebundenen Systemen aufwendig. Man sollte vor der Bauausführung unbedingt mit einem Fachmann sprechen und sich über die verschiedenen Möglichkeiten einer intelligenten Gebäudesystemtechnik informieren lassen.
Es wird empfohlen schon in der Bauausführung Elektroinstallationsrohre zu verlegen. Durch diese „Leerrohre“ können auch zu einem späteren Zeitpunkt einfach BUS-Leitungen für Smart Home-Anwendungen verlegt werden, ohne dass größere bauliche Maßnahmen notwendig sind. So lässt sich nach vorhandenem Budget planen und man kann Raum für Raum oder Funktion für Funktion ausstatten.
Sollte es nicht möglich sein Leitungen zu verlegen, bieten sich Funksysteme an, die auch mit leitungsgebundenen Systemen verknüpft werden können. Leitungsgebundene Systeme bieten eine schnellere Datenübertragung und eine geringere Störanfälligkeit, die Kosten für solche Systeme fallen aufgrund des Installationsaufwandes jedoch höher aus. Funkbasierte Systeme sind in der Regel störanfälliger, aber einfacher nachzurüsten, wodurch auch die Installationskosten geringer ausfallen.
Wertvolle Hinweise liefern die HEA-Ausstattungswerte nach RAL-RG 678, die die verschiedenen Ausstattungsstufen der Elektroinstallation beschreiben. Ergänzt wird die Sterne-Installation (1, 2 oder 3 Sterne) für die klassische Elektroinstallation um eine Sterne-plus-Installation (1plus, 2plus oder 3plus), die zusätzliche Funktionen für Gebäude-System-Technik beschreiben und bewerten. Für eine zukunftsfähige und vernetzte Elektroinstallation sollte mindestens der Ausstattungswert „2 Sterne plus“ eingeplant werden.
Grundsätzlich ist es empfehlenswert, ein System auszuwählen, bei dem eine Vielzahl von Anwendungen möglich sind und die Komponenten unterschiedlicher Hersteller problemlos zusammenwirken. Hier bietet sich ein zertifiziertes System wie z. B. KNX an. Bei KNX stehen zahlreiche Komponenten zur Verfügung und die Systemnachhaltigkeit wird durch die Kooperation großer Hersteller sichergestellt.