Zählerschrank und Stromkreisverteiler richtig planen
Im Zählerschrank sind die Messeinrichtungen (Stromzähler) und Steuergeräte untergebracht. Stimmen Sie mit Ihrem Elektroinstallateur frühzeitig ab wo der Zählerschrank platziert werden soll. Übrigens: Bei mehr als vier Wohneinheiten benötigen Sie einen eigenen Hausanschlussraum nach DIN 18012.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Auslegung des Stromkreisverteilers. Hier wird die vom Zähler erfasste elektrische Energie auf die einzelnen Stromkreise verteilt. In Mehrfamilienhäusern werden meist Installationskleinverteiler verwendet, der Zähler befindet sich im Keller. In Einfamilienhäusern sind Stromkreisverteiler und Zählerplatz in einem gemeinsamen Schrank untergebracht.
Zu empfehlen ist eine zukunftsfähige Auslegung des Stromkreisverteilers. Die Verteiler sind nach DIN 18015-2 in Mehrraumwohnungen mindestens 4-reihig, in Einraumwohnungen mindestens 3-reihig auszuführen. Sehen Sie einen Reserveplatz von ca. 20 Prozent in der Elektroverteilung vor, damit Erweiterungen der elektrischen Anlage problemlos möglich sind.
Planen Sie Reserveplätze für zusätzliche Zähler ein, z. B. für eine PV-Anlage, eine Wärmepumpe oder ein Elektrofahrzeug. Auch für eine nachträglich eingerichtete Einliegerwohnung kann der Stromverbrauch mit einem weiteren Zähler problemlos erfasst werden.
Ein Kommunikationsfeld im Zählerschrank bietet Platz für Telefonanschluss, Router, Sat-Verteiler usw. Planen Sie ein ausreichend dimensioniertes Kommunikationsfeld ein.
Die Elektroverteilung ist innerhalb einer Wohnung am besten im Flur anzuordnen. Unnötig lange Leitungswege werden so vermieden.