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Energieeffizienz mit Gebäudesystemtechnik

Elektroinstallationen, die auf intelligenter Steuerung beruhen, bieten sinnvolle Möglichkeiten Energie zu sparen, steigern also die Energieeffizienz, indem sie den Verbrauch optimieren. Beispielsweise drosseln sie die Heizung, sobald ein Fenster geöffnet ist, reduzieren bei ausreichendem Tageslicht oder in nicht genutzten Räumen die Beleuchtung oder schalten sie sogar ganz aus.

Steuer-Display
Steuer-Display der Gebäudesystemtechnik, © gira.de

Wenn Sie die intelligente Steuerung ihrer elektrischen Anlage in Betracht ziehen, gibt die DIN 18015–4 Auskunft über die Mindestanforderungen an die Planung und Installation dieser höherwertigen, flexibleren Elektroinstallation. Sie beschreibt die geforderte Leitungsinstallation, die Dimensionierung von Stromkreisverteilern und Installationsdosen sowie die normgerechte Platzierung und Anordnung der verschiedenen Komponenten.

Auf Basis dieser DIN-Norm definiert auch die Richtlinie RAL-RG 678 „Elektrische Anlagen in Wohngebäuden“ drei Ausstattungsstandards mit intelligenter Gebäudesystemtechnik, die zusätzlichen Komfort bringen, die Sicherheit im Gebäude verbessern und helfen, die Energieeffizienz im Haus zu erhöhen. Die entsprechenden Ausstattungsstufen, gegliedert von einem bis zu drei Sternen, werden als „plus-Ausstattungswerte“ bezeichnet.

Untersuchungen zeigen, dass durch den Einsatz von intelligenter Gebäudesystemtechnik Energieeinsparungen von bis zu 30 Prozent möglich sind – natürlich abhängig von der jeweiligen Nutzung und Bauweise des Hauses oder der Wohnung.

Beleuchtung

Leuchten können abhängig von der Zeit, dem vorhandenen Tageslicht oder auch der Anwesenheit gesteuert werden. Hierfür werden z. B. Bewegungs- und Präsenzmelder, Dämmerungsschalter sowie Zeitschaltuhren eingesetzt. Das reduziert den Energieverbrauch.

Zusätzlich lassen sich im automatisierten Haus Szenarien für bestimmte Situationen oder Stimmungen programmieren. Mit nur einem Knopfdruck stellt sich dann beispielsweise die Beleuchtung für das Abendessen oder den Fernsehabend ein. Mit einem „Gute-Nacht-Schalter“ werden die Lichter im Haus aus-, die Nachtischlampen im Schlafzimmer eingeschaltet. Die Heizung in allen Räumen wird nach unten reguliert und die Alarmanlage aktiviert.

Praktisch beim Verlassen des Hauses: Durch einen zentralen Schalter neben der Haustür lassen sich alle elektrischen Verbraucher wie die komplette Beleuchtung, die Audio- und HiFi-Geräte sowie die Kaffeemaschine und andere Geräte gleichzeitig ausschalten.

Ausstattungswert Kennzeichnung Qualität
1 Mindestausstattung gemäß DIN 18015–2
2 ★★ Standardausstattung
3 ★★★ Komfortausstattung
1plus ★plus Mindestausstattung gemäß DIN 18015–2 und Vorbereitung für die Anwendung der Gebäudesystemtechnik gemäß DIN 18015–4
2plus ★★plus Standardausstattung und mindestens ein Funktionsbereich gemäß DIN 18015–4
3plus ★★★plus Komfortausstattung und mindestens zwei Funktionsbereiche gemäß DIN 18015–4

Ausstattungswerte für Elektroinstallationen nach RAL-RG 678

Hinweise zu den Ausstattungswerten

1. Die Anwendung der Ausstattungswerte für die Gebäudesystemtechnik (1plus, 2plus und 3plus ) setzt voraus, dass die jeweiligen Ausstattungswerte für die konventionelle Elektroinstallation (Ausstattungswerte 1, 2 und 3) ausgeführt werden.

2. Die Zuordnung eines Ausstattungswertes erfolgt für eine Wohneinheit. Es kann aber auch eine raumbezogene Zuordnung vorgenommen werden, wenn dies entsprechend vereinbart wird.

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