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Elektroinstallationen an oder in gedämmten Außenfassaden

Da ein Großteil der Energie über die Fläche der Außenwand abgegeben wird (25% bis 50%), zählt die Dämmung der Außenfassade zu den effizientesten und wirtschaftlichsten Maßnahmen zur Vermeidung von Wärmeverlusten. Wenn Elektroinstallationen an gedämmten Außenfassaden installiert oder in diese integriert werden, muss berücksichtigt werden, dass keine Wärmebrücken im Bereich außen liegender Steckdosen, Schalter, Anschlüsse für Außenleuchten, der Türkommunikation und weiterer Systeme entstehen.

Durch den erhöhten Wärmeabfluss im Bereich einer Wärmebrücke käme es sonst zu Wärmeverlusten und aufgrund des Absinkens der raumseitigen Oberflächentemperatur auch zur Bildung von Schwitzwasser, welches zu Schimmelpilzbildung führen könnte. Gleichzeitig besteht ein Nachteil darin, dass an der gedämmten Außenfassade aufgrund der mangelnden mechanischen Festigkeit eine sichere Befestigung von Elektrogeräten nicht vorgenommen werden kann.

Türkommunikationsanlage an gedämmter Fassade auf Geräteträger montiert, © Gira

Universelle Geräteträger für die Elektroinstallation, welche am Mauerwerk sicher befestigt werden und zur Vermeidung von Wärmebrücken vollständig mit Dämmmaterial ausgefüllt werden, ermöglichen die sichere mechanische Befestigung von Geräten, ohne Heizwärmeverluste oder Bauschäden in Form von Schimmelbildung in Kauf nehmen zu müssen. Eine universelle Anschraubfläche sorgt für die sichere Befestigung der Geräte.

Durch den Einsatz luftdichter Hohlwanddosen können diese Geräteträger auch für Einbaugeräte, welche im Dämmmaterial befestigt werden müssen (z. B. Steckdosen) benutzt werden. Trägerplatten sind für variable Kombinationen erweiterbar, so dass auch nachträglich noch sehr einfach Erweiterungen z.B. bei Ertüchtigung einer Sprechanlage hin zu einer Türkommunikationsanlage mit Videoüberwachung vorgenommen werden können.

Eine praktische Möglichkeit der Erweiterung von Elektroinstallationen und Kommunikationsnetzen in bestehenden Gebäuden bietet sich, wenn das Gebäude mit einem Wärmedämmverbundsystem (Außendämmung) versehen werden soll. Die neuen Elektroinstallations- und Kommunikationsleitungen werden vor dem Aufbringen der Wärmedämmung mit Hilfe von speziellen Elektroinstallationsrohren auf die bestehende Außenfassade verlegt. Zur Lagefixierung der Elektroinstallationsrohre werden spezielle Schienen (Klickschiene) mit ihrem integrierten Klebestreifen an der Fassade befestigt. Das macht Werkzeuge wie Bohrmaschine, Akkuschrauber, Lochband oder Schrauben und Dübel überflüssig. Das spezielle Elektroinstallationsrohr wird lediglich mit einem Klick auf diese Schiene eingerastet.

Teleskop-Geräteträger für innengedämmte Wände und Decken, © KAISER

Bei der Montage des Wärmeverbundsystems wird der benötigte Platzbedarf der Rohre in der Dämmung ausgespart. Diese Aussparungen werden beim Anbringen der Dämmung ausgeschäumt, so dass die Dämmung die Rohre luftdicht umschließt. Untersuchungen des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik (IBP) haben bestätigt, dass bei der Kombination des Rohrsystems mit Wärmedämmverbundsystemen die Dämmwirkung des Gebäudes nicht beeinträchtigt wird. Das gilt auch für Kreuzungspunkte von Elektroinstallationsrohren.

Innengedämmte Geschossdecken oder Kellerdecken stellen häufig ein Problem dar, wenn es darum geht, Geräte wie zum Beispiel Anbauleuchten zu befestigen. Auch hierfür gibt es Lösungen. Das sind beispielsweise Teleskop-Geräteträger, deren Teleskoparm mit der Rohdecke fest verschraubt ist und zusammen mit der Montageplatte und einer universellen Anschraubfläche die mechanisch sichere Befestigung an gedämmten Unterdecken ermöglicht.

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