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29.06.2017

Gut geschützt vor Blitz- und Überspannungsschäden

Mit dem richtigen Schutzkonzept Schäden an Haus, Elektroinstallation und technischen Geräten vorbeugen

Sommerzeit ist Gewitterzeit: In den Monaten Juni bis August ist das Gewitterrisiko aufgrund der schwülwarmen Temperaturen fünf Mal höher als im Winter – oft mit verheerenden Folgen. Denn entlädt sich die enorme Energie bei einem Blitzeinschlag unkontrolliert im Gebäude, besteht schnell Brandgefahr. Und auch die Elektroinstallation und elektrische Geräte in Haus und Wohnung können durch Überspannungen Schaden nehmen. Was viele nicht wissen: Der Blitzableiter auf dem Dach reicht keinesfalls aus, um das Gebäude und die technische Ausstattung zu schützen. Denn gefährlich hohe Spannung entsteht auch, wenn sich ein Blitz in näherer Umgebung entlädt. Eine solche Überspannung verbreitet sich bis zu einem Umkreis von zwei Kilometern und kann ebenso die sensible Technik beschädigen. Die Initiative ELEKTRO+ empfiehlt daher einen fachgerecht installierten äußeren und inneren Blitzschutz, der die Energie kontrolliert in die Erde ableitet und Überspannungen ausgleicht. Bauherren und Eigentümer sollten sich für die Planung und Installation an einen Blitzschutz- oder Elektrofachbetrieb wenden, der das Schutzsystem angepasst an die vorhandene Elektroinstallation einbauen kann.

Blitzableiter schützt bei direktem Einschlag

Der äußere Blitzschutz besteht aus insgesamt drei Komponenten – Fangeinrichtung, Ableitung und Erdung – die nach dem Prinzip des faradayschen Käfigs den Blitz abfangen und auf ungefährliche Weise in den Erdboden leiten. Die Fangeinrichtung wird auf dem Hausdach installiert und dient im Ernstfall als Einschlagstelle. Von hier wird die Blitzenergie an die Ableitungen weitergegeben. Über diese und die Erdungsanlage, das kann ein Fundamenterder sein, gelangt der Blitzstrom kontrolliert in den Erdboden und wird dort verteilt. Der äußere Blitzschutz schützt das Gebäude somit vor Brand aufgrund eines direkten Blitzeinschlags.

Mehrstufiger Überspannungsschutz sichert elektrische Geräte im Haus

Immer mehr technische Geräte kommen im Alltag zum Einsatz. Neben dem teuren Kaffeevollautomaten gehören Flachbildfernseher, Spielekonsole, Soundsystem und Computer dazu. Damit bei einem Gewitter die sensible Technik nicht beschädigt wird und wichtige gespeicherte Dateien wie Verträge, oder auch die Urlaubsfotos und Lieblingsvideos verloren gehen, ist für Neubauten ein Überspannungsschutz mittlerweile Pflicht. Doch auch bei bestehenden Gebäuden ist es sinnvoll, einen mehrstufigen Überspannungsschutz nachzurüsten. Dieser besteht meist aus dem Blitzstrom-Ableiter, einem Überspannungs-Ableiter sowie dem Endgeräteschutz. Die Blitzstrom-Ableiter werden vom Fachmann direkt am elektrischen Hausanschlusskasten/Übergabepunkt oder im Zählerschrank installiert. Wichtig ist dabei, dass auch der Telefon- bzw. DSL-Anschluss geschützt wird. Bei Gewittern leitet er hohe Blitzteilströme zur Erde ab. Die verbleibende Überspannung im Leitungsnetz wird von Überspannungs-Ableitern reduziert. Blitz- und Überspannungs-Ableiter können auch als Kombi-Gerät montiert werden. Schließlich schützt der Endgeräteschutz in Form von Überspannungs-Ableitern im Steckdosenkreis oder zur Nachrüstung als Überspannungsschutzstecker die angeschlossenen Geräte.

Nur die Kombination aus äußerem Blitzschutz und mehrstufigem Überspannungsschutz schützt das Gebäude vor Brandschäden und die elektrischen Geräte wirksam vor Störung oder Zerstörung. Weitere Informationen zum Thema Blitz- und Überspannungsschutz finden Interessierte auf der Website der Initiative: www.elektro-plus.com

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