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26.04.2018

Sicherheit in jeder Lebenslage mit elektrischen Assistenzsystemen

ELEKTRO+ klärt über eine sichere und altersgerechte Elektroinstallation auf

Mindestens 2,9 Millionen neue barrierefreie Wohnungen werden bis zum Jahr 2030 gebraucht, so die Schätzung einer aktuellen Studie*. „Umso wichtiger ist es, bei einem Neubau oder einer Modernisierung für die Zukunft vorzusorgen und an bauliche und technische Lösungen zu denken“, empfiehlt Stefan Holitschka, Experte der Initiative ELEKTRO+. „Gerade elektrische Assistenzsysteme können einen wertvollen Beitrag zum barrierefreien Wohnen leisten und die Sicherheit in den eigenen vier Wänden deutlich erhöhen.“ Wer jetzt in Maßnahmen für mehr Barrierefreiheit investiert, kann sich außerdem im Rahmen des Förderprogramms ‚Altersgerecht umbauen‘ von der Kreditanstalt für Wiederaufbau finanzielle Zuschüsse sichern. Für ausführliche Beratung wenden sich Eigentümer am besten an das qualifizierte Elektrohandwerk.

Automatisierte Beleuchtung bietet Sicherheit

Egal ob im Außenbereich, Flur, Treppenhäusern oder auch auf dem nächtlichen Weg ins Badezimmer – sind Räume und Wege schlecht ausgeleuchtet, steigt das Risiko zu stolpern oder zu stürzen. Abhilfe schafft eine automatisierte Beleuchtung mit Bewegungsmeldern, die das Tasten nach dem Lichtschalter überflüssig macht. Sie schalten das Licht sofort ein, wenn eine Bewegung registriert wird und sorgen so für Sicherheit und Orientierung ab dem ersten Schritt.

Rechtzeitige Warnung vor Rauch und Gas

Häufig lässt das Hör- und Reaktionsvermögen mit zunehmendem Alter nach. Dann gewinnen Lichtsignale als Alternative zu Tonsignalen an Bedeutung. Ein Rauchwarnmelder kann zum Beispiel per Funk mit einem visuellen Alarmsystem verbunden werden, das sehr intensive Lichtblitze abgibt, die die Netzhaut auch bei geschlossenen Augen leicht wahrnimmt. Zusätzlich bieten einige Hersteller Vibrationskissen an. Auch die Türklingel oder der Alarm bei einem Einbruchsversuch können Schwerhörige mittels Licht und Vibration erreichen.

Für umfassende Sicherheit sollte außerdem ein Kohlenstoffmonoxidmelder, auch COMelder genannt, installiert werden. „Das giftige Kohlenstoffmonoxid ist besonders tückisch, da es farb-, geruch- und geschmacklos ist“, erläutert Stefan Holitschka von ELEKTRO+. „Daher wird es von den Bewohnern in der Regel nicht gleich bemerkt, eine Vergiftung kann jedoch sehr schnell tödlich sein.“ Der CO-Melder warnt die Bewohner rechtzeitig sowohl über einen lauten Alarmton als auch ein optisches Signal, sobald die CO-Konzentration in der Raumluft einen bestimmten Schwellenwert überschreitet.

Keine Angst vor Einbrüchen

Bei Senioren – insbesondere bei allein lebenden – spielt auch der Schutz vor Einbrechern und Trickbetrügern eine wichtige Rolle. Neben der mechanischen Absicherung von Fenstern und Türen sorgt eine elektronische Alarmanlage für zusätzliche Sicherheit. Extra große Tasten, Sprachansagen und Lichtsignale erleichtern die Bedienung ebenso wie eine Fernbedienung oder eine App für das Smartphone.

Auch Panikschalter, die an zentralen Stellen etwa neben dem Bett oder an gut zugänglicher Stelle im Wohnzimmer positioniert sind, erhöhen die Sicherheit. Hören die Bewohner ein verdächtiges Geräusch, können sie mit betätigen des Schalters die gesamte Beleuchtung im und ums Haus einschalten, die Rollläden hochfahren und einen Notruf auslösen.

Zuverlässiger Schutz der Elektroinstallation

Damit die elektrischen Assistenzsysteme im Alltag einwandfrei funktionieren, sollte auch die Elektroinstallation im Gebäude ausreichend dimensioniert und mit Schutzsystemen ausgerüstet sein. Dazu zählen etwa ausreichend Fehlerstrom-Schutzschalter, ein koordiniertes Überspannungsschutzkonzept sowie Brandschutzschalter. Zudem sollten jeder Wohn- und Nutzungsbereich wie Küche, Badezimmer, Wohn- und Schlafzimmer aber auch beispielsweise Notrufsysteme einen eigenen Stromkreis haben. So ist sichergestellt, dass die Assistenzsysteme auch weiterhin betriebsbereit sind, wenn ein Stromkreis im Fehlerfall abgeschaltet wird. Empfehlenswert ist zudem die Trennung der Licht- und Steckdosenstromkreise.

Weitere Informationen rund um das Thema barrierefreie Elektroinstallation finden Interessierte in der ELEKTRO+ Broschüre „Elektroinstallation im AAL-Umfeld“, die zum kostenlosen Download zur Verfügung steht: https://www.elektro-plus.com/downloads/auswahl?did=1220

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