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23.02.2015

Zehn Jahre ELEKTRO+

Neue Themen, neue Herausforderungen

Initiative feiert zehnjähriges Bestehen / Muster-Bauleistungsbeschreibung soll rechtsverbindliche Standards etablieren / Intelligente Gebäudesystemtechnik legt Grundlage für Energieeffizienz und Smart Home

„Wir werden nicht eher ruhen, bis der Ausstattungsstandard für Elektroinstallationen nach RAL RG–678 fester Bestandteil jeder Bauleistungsbeschreibung ist“, betonte Claus Fitze, der Sprecher der Initiative ELEKTRO+ auf der diesjährigen Fachmesse Elektrotechnik in Dortmund. Auch im zehnten Jahr ihres Bestehens ist es eines der wichtigsten Anliegen der Initiative, rechtsverbindliche, moderne und zukunftsfähige Standards für die Elektroinstallation zu etablieren. Um diese Forderung zu realisieren, betreibt ELEKTRO+ nicht nur Aufklärungsarbeit für Bauherren und Marktpartner sondern ist auch in Richtung Politik aktiv. Gemeinsam mit dem Institut für Bauforschung und der HEA, erarbeitet die Initiative derzeit eine Muster- Bauleistungsbeschreibung, die in der zweiten Jahreshälfte dem Bundesbau- ministerium und dem Verbraucherschutzministerium als Entwurf vorliegen wird. Auf der Elektrotechnik nahm Fitze das zehnjährige Jubiläum der Initiative zum Anlass, neben bestehenden Aufgabenstellungen auch drängende Herausforderungen der Zukunft zu thematisieren. Dazu gehört vor allem die Aufklärung über intelligente Gebäudesystemtechnik und ihre speziellen Anforderungen an die Elektroinstallation.

Die Grundvoraussetzung, um mit sich ändernden politischen sowie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Schritt halten zu können, ist nach Überzeugung von Claus Fitze eine zukunftsfähige Elektroinstallation: „Die Vorteile liegen auf der Hand, sind aber im Bewusstsein vieler Endkunden, sowie Architekten und Planer noch nicht angekommen.“ Neben Sicherheit und Flexibilität stehe eine moderne Elektroinstallation vor allem auch für Energieeffizienz. Nachdem sich die Dämmung von Gebäuden und der Austausch von Fenstern und veralteten Heizungen als allgemein anerkannte Effizienzmaßnahmen durchgesetzt haben, rücken nun die intelligente Steuerung und Vernetzung der Haustechnik immer mehr in den Fokus – und die ist nur mit einer entsprechenden Elektroinstallation zu realisieren. Wirtschaftsexperten sagen für den Markt der Gebäudesystemtechnik, die den Trend zum Smart Home erst ermöglicht, ein Wachstum von 24 Prozent für die kommenden fünf Jahre voraus: Im Jahr 2020 werden rund 1,5 Millionen Haushalte mit Smart- Home-Applikationen ausgestattet sein. Für Fitze ist hier eine bedeutende Aufgabe der Initiative ELEKTRO+ verankert. „Das Thema Automatisierung und Steuerung ruft bei vielen Bauherren und Modernisierern immer noch Skepsis oder sogar Ablehnung hervor. Wir waren schon immer ganz nah am Verbraucher und wollen jetzt durch umfassende Information Bedenken nehmen und Interesse an der neuen Technik wecken,“ so Fitze. Die Initiative hat dafür unter anderem eine neue Broschüre erstellt, die das Thema Elektroinstallation im Smart Home behandelt und ab sofort erhältlich ist. Mit dieser gezielten Endkundenansprache will die Initiative auch das Handwerk dabei unterstützen, Umsatzpotenziale in privaten Haushalten noch besser zu erschließen.

Claus Fitze betonte auf der Messe, dass die Initiative auch nach zehn Jahren erfolgreicher Arbeit ihr Themenspektrum stets erweitern werde. So stünden in der kommenden Zeit vor allem die Themen Ambient Assisted Living, E-Mobilität, Elektroinstallationen für Energieerzeugungsanlagen sowie Licht- und Beleuchtungstechnik auf der Agenda. Ziel ist es, das Bewusstsein für diese wichtigen Zukunftsthemen bei Bauherren und Modernisierern ebenso wie bei Planern und Architekten weiter zu schärfen und damit die gesamte Branche voran zu treiben.

E | Handwerk

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